Deutscher Gewerkschaftsbund

26.09.2018
Einladung DGB-Stadtverband Wuppertal

"Gelbe" Gewerkschaften und rechte Interessensvertretungen - Eine reale Bedrohung?

Hinweis auf die Veranstaltung am 06.12.2018 vom DGB-Stadtverband Wuppertal!!

Einladung:  „Gelbe“ Gewerkschaften und  rechte Interessensvertretungen - Eine reale Bedrohung?
  

Donnerstag, 6. Dezember 2018, 18:00 - 20:00 Uhr

Sitzungssaal der gemeinsamen Geschäftsstelle DGB/ver.di, Hoeftstr. 4, 42103 Wuppertal


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

sogenannte „gelbe“ – wirtschaftsfreundliche und anti-sozialistische -  Gewerkschaften galten als Auslaufmodell. Der Erfolg der AfD hat aber nicht nur die politische Landschaft verändert. Es wächst die Gefahr, dass sich mittelfristig eine rechtsradikale Gewerkschaft in Deutschland etabliert. Rechtsextreme Vordenker arbeiten an einer Strategie, wie die Vorherrschaft der DGB-Gewerkschaften auf betrieblicher Ebene gebrochen werden kann.

Die Erfolge der rechtsradikalen Betriebsratsliste "Zentrum Automobil" bei Daimler-Benz zeigen das AfD-Potential, auch auf betrieblicher Ebene zu mobilisieren. Im Mercedes-Werk Untertürkheim konnte die Liste um den Nazi-Musiker Oliver Hilburger bei den jüngsten Betriebsratswahlen 13,2% der Stimmen und damit sechs von 47 Betriebsratsmandaten erringen. Deren Keimzelle war die "Christliche Gewerkschaft Metall". Auch bei der Metro AG und Aldi-Nord sind rechte Gewerkschaften aktiv.

Die DGB-Jugend beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. Rechte Ideologien sind zwar in den Jugend- und Auszubildendenvertretungen derzeit kaum zu beobachten, die DGB-Jugend weiß aber auch, dass Thesen der AfD durchaus Akzeptanz finden. Und in den Studierendenparlamenten haben rechte Listen schon lange Einzug gehalten.

Referent Elmar Wigand gibt einen Überblick über Geschichte gelber Gewerkschaften in Deutschland. Er erläutert an Beispielen, warum gelbe Gewerkschaften, rechte Betriebsratslisten und eine schleichende Unterwanderung der Mitgliedschaft eine reale Gefahr sind.

Über Deine Teilnahme freuen wir uns.

Guido Grüning, DGB Stadtverbandsvorsitzender Wuppertal                   Markus Freund, Jugend im DGB-Stadtverband Wuppertal

 

Referent:

Elmar Wigand arbeitet als Pressesprecher der aktion ./. arbeitsunrecht und freiberuflicher Publizist, Sozialforscher und Berater für Betriebsräte und Gewerkschaften in Köln.

Veranstalter:

DGB-Stadtverband Wuppertal und DGB-Jugend Wuppertal

Anmeldung:

Zur Veranstaltung wird ein Imbiss gereicht. Wir bitten daher um verbindliche Anmeldungen per E-Mail bis zum 16. November 2018 an wuppertal@dgb.de oder telefonisch unter 0202 2813 302.

Hinweis auf das Haus- und Versammlungsrecht:

Von der Veranstaltung ausgeschlossen sind Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind. Auf § 6 VersG wird ausdrücklich Bezug genommen. Die Veranstalter/-innen behalten sich ferner vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen, sollte es zu Störungen der Veranstaltung kommen. Das subjektive Bedrohungsgefühl kann dieses Kriterium erfüllen.

 


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