Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 02/2018 - 28.02.2018
"Betriebsräte kämpfen für gute Arbeit - damit du nicht zu kurz kommst!"

Trommeln für die Betriebsratswahlen in Mönchengladbach

Unter dem Motto "BETRIEBSRÄTE KÄMPFEN FÜR GUTE ARBEIT – DAMIT DU NICHT ZU KURZ KOMMST!" rufen die Gewerkschaften in Mönchengladbach alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Teilnahme an den Betriebsratswahlen auf, die vom 01. März 2018 bis 31. Mai 2018 stattfinden.

„Betriebsräte zu wählen ist ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie. Eine demokratische und zukunftsfähige Wirtschaft ist nur mit Betriebsrätinnen und Betriebsräten möglich", erklärt der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Mönchengladbach, Emrah Bektas.

In jedem Fall profitieren die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. "Betriebe mit Betriebsrat zahlen im Durchschnitt rund zehn Prozent höhere Entgelte. Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen ist in solchen Betrieben kleiner“, so Dominik Kofent,
Geschäftsführer des ver.di-Bezirkes Linker Niederrhein.

Auch Arbeitgeber profitieren von Betriebsräten. Nach einer Untersuchung der Universität Trier ist in Betrieben mit Betriebsrat die Produktivität, je nach Branche und Betriebsgröße, zwischen 9 und 30 Prozent höher. "Betriebsräte sind auch ein wichtiger Faktor, wenn ein Unternehmen in Schieflage gerät. Ohne Anhörung des Betriebsrates sind Kündigungen unwirksam - und bei Sozialplänen ist seine Zustimmung erforderlich. Mancher Unternehmer muss erst durch einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht akzeptieren, dass nicht der Arbeitgeber über die Existenz eines Betriebsrates entscheidet. Die Beschäftigten eines Betriebes entscheiden das selbst.

So besteht auch bei der Mönchengladbacher ‚Atelier Gardeur GmbH‘ der bisherige Betriebsrat weiter. Anders lautende Auffassungen im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang haben sich als falsch bestätigt", so Frank Taufenbach, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Mönchengladbach.

Gewerkschaften helfen bei der Etablierung von Betriebsräten; letztere sind jedoch nicht notwendigerweise auch gewerkschaftlich organisiert. „Betriebsräte sind gesetzliche, keine gewerkschaftlichen Organe", so Bektas. „Und das hat Auswirkungen.“ Wer die Bildung eines Betriebsrats oder dessen Arbeit behindert, dem droht gemäß § 119 Betriebsverfassungsgesetz im Extremfall sogar ein Jahr Haft. Bei den letzten Betriebsratswahlen 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 77 %. Die Gewerkschaften haben sich zum Ziel gesetzt, diese Zahl auf jeden Fall zu erhöhen. 

Fakten zur Betriebsratswahl:

In Betrieben ab 5 Beschäftigten kann ein Betriebsrat gewählt werden. Wahlberechtigt sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer dürfen nach 3 Monaten Überlassung wählen. Seit 2013 zählen sie bei der Größe des Betriebsrates mit. Kandidieren darf, darf wer mindestens sechs Monate im Betrieb ist.

Mit freundlichen Grüßen

Emrah Bektas
DGB-Stadtverbandsvorsitzender Mönchengladbach

Betriebsräte bei der PK

V.l.n.r.: Frank Taufenbach, Gewerkschaftssekretär IG Metall Mönchnengladbach; Falk Hoinkis,
BR-Vorsitzender GE Alstom; Dominik Kofent, Geschäftsführer ver.di-Bezirk Linker Niederrhein; Emrah Bektas, Vorsitzender DGB-Stadtverband Mönchengladbach
Klaus Churt


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