Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 05/2018 - 05.03.2018
Düsseldorfer DGB-Chefin:

Wer Grippe hat, soll zu Hause bleiben!

,,Geht nicht zur Arbeit! Bleibt zu Hause und kuriert die Grippe aus!“ So appelliert Düsseldorfs DGB-Chefin Sigrid Wolf an alle, die die aktuelle Grippewelle erfasst hat. Sie warnt: Wer trotzdem zur Arbeit geht, schadet sich und dem Arbeitgeber. 

„Krank zur Arbeit kommen ist unsinnig“, sagt Sigrid Wolf und erklärt: „Kollegen und Kolleginnen werden an-gesteckt. Mangelnde Konzentration und Energie kranker Arbeitnehmer führen zu Fehlern, mindern Qualität und lösen nur später Kosten für Nacharbeit aus. Vor allem: Verschleppte Krankheiten können ernsthafte Erkrankungen auslösen.“

Nach repräsentativen Studien des DGB kommen zwei Drittel aller Arbeitnehmer jährlich krank zur Arbeit, 46 Prozent sogar länger als eine Woche. Dies gilt im Besonderen für Leiharbeitnehmer oder Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverhältnissen. „Es ist die pure Angst, nicht übernommen zu werden, die Beschäftigte zu diesem ungesunden Arbeiten trotz Krankheit veranlasst. Aber auch enge Terminvorgaben, streng befristete Projekte, hohe Konventionalstrafen bei Terminüberschreitung, mangelnde Personalbemessung und Personalreserven, aber auch hohes Verantwortungsbewusstsein von Arbeitnehmern für ihre Teams und Kunden‘‘, so Wolf abschließend. 


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