Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 23/2018 - 12.10.2018
In Düsseldorf droht über 59.000 Menschen Armut im Alter

DGB fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik

DGB fordert einen Kurswechsel in der Rentenpolitik - In Düsseldorf droht über 59.000 Menschen Armut im Alter


Auf Einladung des DGB in Düsseldorf diskutierten über 80 junge und ältere Gewerkschafter/-innen mit Experten/-innen über eine verlässliche und gute Rente.

Die stellv. Vorsitzende des DGB NRW, Dr. Sabine Graf stellte den Rentenreport NRW des DGB vor um aufzuzeigen, dass Gerade Frauen in NRW von Altersarmut bedroht sind. So beträgt die Durchschnittsrente von Frauen die im Jahr 2015 in Rente gingen 575 € im Monat.

Frau Prof. Dr. Engelen-Kefer vom Sozialverband Deutschland stellte dar, wie wichtig gerade für Frauen die Sicherung des Lebensstandards durch eine auskömmliche gesetzliche Rente ist.

Dr. Florian Blank vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut Düsseldorf, zeigte am Beispiel Österreich auf, wie ein staatliches Rentensystem den Lebensstandard sichert und Altersarmut seit Jahrzehnten verhindert.

Die Düsseldorfer Vorsitzende des DGB Sigrid Wolf, ging auf die Situation in Düsseldorf ein. 59.383 Beschäftigte (Vollzeit, ohne Auszubildende) verdienten Ende 2016 weniger als 2.500 Euro brutto im Monat*. Um nach 40 Beitragsjahren nicht in die Grundsicherung zu fallen, ist ein Brutto- einkommen oberhalb dieser Grenze notwendig. Ursache für dieses Problem ist das Senken des Rentenniveaus, das nach derzeitiger Gesetzeslage im Jahr 2030 auf bis zu 43 Prozent absinken soll.

Abschließend wurden Forderungen an die Politik formuliert:

- Eine deutliche Erhöhung des Rentenniveaus

- Die gesetzliche Rentenversicherung zur Erwerbstätigenversicherung weiterentwickeln


Eine Stärkung der gesetzlichen Rente durch steuerfinanzierte Elemente:

- Rente nach Mindestentgeltpunkten für niedrige Einkommen

- Anerkennung von Kindererziehung und Pflege

- Anerkennung von Zeiten der Aus- und Weiterbildung

- Verbesserung der Erwerbsminderungsrenten für alle


*Quelle: Agentur für Arbeit

  

Mit freundlichen Grüßen

Sigrid Wolf
DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf

Für Rückfragen: Klaus Churt, klaus.churt@dgb.de 0160-5801541

 


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