Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 31/2017 - 06.11.2017

DGB: Wir brauchen preisgedämpften Wohnungsbau, der auch bezahlbar ist!

In Vorbereitung auf die heute stattfindende Wohnungsausschusssitzung fordert der DGB in Düsseldorf die Fachverwaltung auf, die „Richtlinie zur Anpassung des preisgedämpften Wohnungsbau“ der Realität anzupassen. 

Ein preisgedämpfter Quadratmeterpreis von 9,60 € Nettokaltmiete einspricht bei weitem nicht dem durchschnittlichen Einkommensverhältnissen der Bürgerinnen und Bürger in der Landeshauptstadt“, sagte  Sigrid Wolf, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf. 

Im Mikrozensus von 2014 wurde für deutsche Großstädte ein durchschnittlicher Mietpreis von 7,40 € Bruttokaltmiete errechnet. Im Gegensatz dazu liegt Düsseldorf mit 9,60 € Nettokaltmiete plus 3,00 € für Heiz- und Betriebskosten deutlich über diesem Wert. „Ein Durchschnittsverdiener in Vollzeit mit 2 Kindern muss oft mehr als ein Drittel des Einkommens nur für Wohnen bezahlen. Das ist ein nicht vertretbarer Zustand“, so Wolf weiter. 

Schon jetzt suchen weit mehr Menschen einen bezahlbaren Wohnraum als angeboten wird. Die Baugenehmigungen halten mit dem Zustrom in die Landeshauptstadt nicht ansatzweise mit. Der Bedarf an Wohnraumwächst, weil die Zahl der Singlehaushalte ebenso steigt wie die der Zuwanderer aus anderen EU-Staaten und Krisengebieten. Fakt ist: Solange mehr Menschen Wohnungen suchen als angeboten wird, werden die Mieten steigen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund setzt sich für mehr preiswerte und bezahlbare Wohnungen ein, und das so schnell wie möglich. „Wohnen ist ein elementares Grundbedürfnis. Wir brauchen einen Kraftakt von Bund, Ländern und Kommunen. Wir benötigen Wohnungen, Wohnungen und nochmals Wohnungen für Geringverdiener. Auch wenn es viele Milliarden kostet – Schuldenbremse und schwarzer Null zum Trotz!“, erklärte Wolf abschließend.

 

Freundliche Grüße

Sigrid Wolf

 


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