Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/2018 - 30.04.2018

DGB: den Mietenwahnsinn stoppen - Bezahlbares Wohnen schaffen!

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag angekündigt, das Problem angehen zu wollen. Jetzt muss die Bundesregierung liefern. Das heißt zum einen: Es braucht deutlich mehr Wohnraum, der auch bezahlbar ist. Nach einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) fehlen in den deutschen Großstädten fast zwei Millionen bezahlbare Mietwohnungen. In Düsseldorf fehlen mindestens 32.195 Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen laut Studie der Hans- Böckler-Stiftung (HBS). 

Die gestiegene Neubautätigkeit reicht bisher nicht aus, um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken. Aus Sicht des DGB müssten pro Jahr 450.000 Wohnungen gebaut werden. Nötig sind deutlich mehr Mittel für den öffentlichen Wohnungsbau und eine bessere Förderung des genossenschaftlichen Wohnens.  Rund 40 Prozent der Haushalte in den Großstädten müssen mehr als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens für Miete ausgeben. Das entspricht rund 5,6 Millionen Haushalten, in denen etwa 8,6 Millionen Menschen leben – Männer, Frauen, Kinder. Manche zahlen schon 40 oder 50 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen. Etwa 1,3 Millionen Großstadt-Haushalte haben nach Abzug der Mietzahlung nur noch ein Resteinkommen, das unterhalb der Hartz-IV-Regelsätze liegt.

 „Wie soll denn ein Gemeinwesen, wie soll eine Stadt funktionieren, wenn Männer und Frauen mit durchschnittlichem Einkommen es sich nicht mehr leisten können, in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zu wohnen?“  fragt Sigrid Wolf, DGB Vorsitzende in Düsseldorf.

„Wir brauchen dringend einen Richtungswechsel in der Wohnungspolitik. Wir wollen das Jung und Alt, Familien, Wohngemeinschaften, Single- Haushalte gut in Düsseldorf leben können. Daher brauchen wir ein vielfältiges Angebot bezahlbaren Wohnens. Dafür brauchen wir öffentliche Investitionen, vor allem in bezahlbaren Wohnraum!

Wir erkämpfen gute Löhne und die Menschen haben nichts davon, weil immer mehr in die Kassen von Immobilienunternehmen oder Spekulanten fließt. Bezahlbares Wohnen ist Menschenrecht. Der Mietenwahnsinn muss gestoppt werden! Die Politik muss endlich handeln!“


Sigrid Wolf
Regionsgeschäftsführerin

DGB Düsseldorf-Bergisch Land
Friedrich-Ebert-Str. 34-38
40210 Düsseldorf

Tel.       0211/ 36 83 210
Fax.      0211/ 36 83 234
Mobil:   0171/ 86 58 333

 


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis