Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 33-2017 - 22.11.2017
DGB-Düsseldorf fordert:

Minijobs nur noch sozialversichert!

Im März 2017 gab es 71.070 Minijobber/-innen in Düsseldorf. Der Frauenanteil betrug 59,3 Prozent (42.159).
Bei den Männern lag er bei 40,7. Prozent (28.911). 

An der Spitze der Minijobs standen in Düsseldorf im März 2017 folgende Tätigkeiten:

- Reinigung                             14.305 Beschäftigte

- Büro und Sekretariat              8.779 Beschäftigte

- Verkaufsberufe                      8.184 Beschäftigte

- Gastgewerbe                          9.075 Beschäftigte

- Verkehr und Logistik              5.132 Beschäftigte 

In der Sozialversicherung sind Minijobs eine Besonderheit, da für die Beiträge geringfügig Beschäftigter in die Sozialversicherung andere Regeln gelten als für regulär Beschäftigte. Das betrifft die Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. 

Der DGB in Düsseldorf fordert von der Politik, Minijobs künftig nur noch zuzulassen, wenn die Arbeitgeber ab dem ersten Euro die vollen Sozialversicherungsbeiträge auf die erbrachten Arbeitsleistungen zahlen.

„Der Boom der Neben- und Minijobs zeigt, dass sich die Arbeitgeber hier ein Schlupfloch geschaffen haben, um aus den Sozial-versicherungssystemen auszusteigen. Minijobs werden vor allem genutzt, um Steuern und Sozialabgaben zu vermeiden. Das aber verstärkt den Trend zu Billiglohn und Altersarmut. So erwirbt man nach 45 Jahren in einem Minijob bei gewerblichen Arbeitgebern und Versicherungsfreiheit nur einen Rentenanspruch von 163,61 Euro, so Berechnungen des DGB. Parteiprogramme, die auf eine Anhebung der Verdienstgrenze und die Ausweitung der Billigjobs zielen, bewirken einen Schaden für die Volkswirtschaft, die Sozial- versicherungssysteme und die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, so die Düsseldorfer DGB-Vorsitzende Sigrid Wolf.

 

(Datenquelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit)

 


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