Deutscher Gewerkschaftsbund

PM KV Neuss 1 - 02.04.2014

DGB zu Garzweiler II

Die Regionsgeschäftsführerin der DGB Region Düsseldorf-Bergisch Land Sigrid Wolf sowie der Vorsitzende des DGB Rheinkreises Neuss, Hubert Esser, kritisieren die einseitige Ankündigung der Landesregierung, den Tagebau Garzweiler II zu verkleinern. „Die Landesregierung hat diese Entscheidung getroffen, ohne Rücksprache mit den zuständigen Gewerkschaften zu halten. Von einer Landesregierung, die sich Transparenz und Dialog auf die Fahnen schreibt, erwarten wir einen anderen Umgang.“ Hinzu komme, dass es energiepolitisch fragwürdig sei, eine solche Entscheidung jetzt zu treffen. Es gebe scheinbar auch kein Konzept, wie die Folgen für die Beschäftigung in der Region abgefedert werden könnten, so Esser weiter. „Der Beschluss der Landesregierung ist aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern hoch problematisch. Die Braunkohleförderung sichert derzeit tausenden Menschen ein festes Einkommen. Es ist unverantwortlich, diese Arbeitsplätze aufs Spiel zu setzen, ohne den Betroffenen eine angemessene Perspektive zu bieten.“

„Über 11.000 Arbeitsplätze hängen in dieser Region an der Braunkohle. Jedem direkt Beschäftigten kann mittelbar ein weiterer Arbeitsplatz bei Zulieferbetrieben und Dienstleistern zugeordnet werden. Wir sind uns der arbeitsmarktpolitischen Bedeutung der Braunkohle bewusst und wollen die Existenzgrundlage vieler Familien erhalten. Die Entscheidung der rot-grünen Landesregierung geht zulasten des letzten heimischen Energieträgers. Wir sind der Meinung, dass dies das Gegenteil von energiepolitischer Planungssicherheit und industriepolitischer Verantwortung ist“, so Sigrid Wolf.


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