Deutscher Gewerkschaftsbund

17.06.2016

Im Gespräch mit... Sabrina Prüfert, Vorsitzende des DGB-Stadtjugendausschusses in Düsseldorf

von TZ

Zum 4. Mal gibt es vom DGB in Düsseldorf unter der Rubrik „Im Gespräch mit…  “, ein Interview mit einem Vertreter/ einer Vertreterin der Gewerkschaftsbewegung.

Auch in diesem Gespräch werden aktuelle Themen besetzt, sowie gewerkschaftliche Positionen dargestellt.

In unserer 4. Ausgabe steht Sabrina Prüfert, Vorsitzende des DGB-Stadtjugendausschusses in Düsseldorf Land Rede und Antwort. 

 

Im Gespräch mit... Sabrina Prüfert, Vorsitzende des DGB-Stadtjugendausschusses in Düsseldorf.

 

Frage: Sabrina, du bist jetzt seit 100 Tagen Vorsitzende der DGB-Jugend in Düsseldorf.

Wie sieht dein erstes Zwischenfazit aus? 

Prüfert: Es gibt noch viel zu tun, und wir packen es an!
Der DGB-Stadtjugendausschuss in Düsseldorf hat sich zu einem starken Team entwickelt. Nach einer ausführlichen Jahresplanung mit Themensetzung haben wir uns viele Ziele gesetzt und sind dabei, diese auch umzusetzen.
Die Gewerkschaftsjugend ist in Düsseldorf gut aufgestellt und ich bin sicher, dass wir all unsere Ziele und Ideen umsetzen werden.

 

Frage: Kannst du diese Ziele konkretisieren? Gibt es Projektideen? 

Prüfert: Eines unserer aktuellen Projekte ist das Auszubildendenwohnheim. Gerade hier in Düsseldorf haben immer mehr Auszubildende das Problem, günstigen Wohnraum zu finden.
Mit dem Projekt des „Azubiwohnheims“ wollen wir Auszubildenden ermöglichen, günstig aber auch selbständig in Düsseldorf leben zu können.  Außerdem stehen bei uns die Themen „Aktiv gegen Rechtsextremismus“ sowie „Gelingende Integration von jungen Geflüchteten“ ganz oben auf der Tagesordnung.

 

Frage: In der aktuellen Shell-Studie deutet einiges darauf hin, dass die Jugend wieder politischer wird. Kannst du das auch für die Gewerkschaftsjugend bestätigen? 

Prüfert: Ein klares Ja! Schon immer hat sich die Gewerkschaftsjugend mit politischen Themen beschäftigt und nicht nur das, sie hat schon immer viele Dinge in die Politik mit einfließen lassen und diese mit voran getrieben. Meiner Meinung nach wird sich dieses Bild in der Zukunft noch weiter festigen. Beispielsweise ist die aktuelle Debatte über die Novellierung des Berufsbildungsgesetz eines der politischen Themen, bei dem wir als Gewerkschaftsjugend kräftig mitmischen. Wir kämpfen für ein modernes Berufsbildungsgesetz. Besonders wichtig für uns ist dabei, dass endlich ein Berufsbildungsgesetz für alle gilt, ob für Auszubildende, Dual-Studierende oder Praktikant/-innen. Außerdem fordern wir, dass die Zeit in der Berufsschule auf die betriebliche Arbeitszeit für alle angerechnet werden muss, inklusive der Wege- und Pausenzeiten. Die Rückkehrpflicht nach der Berufsschule in den Betrieb muss abgeschafft werden! Diese und noch viele weitere, wichtige Forderungen stellt die DGB Jugend an die Politik um für eine bessere und moderne Ausbildung zu kämpfen!

 

Frage: Wie kann aus deiner Sicht der gewerkschaftliche Organisationsgrad gerade bei jungen Menschen erhöht werden? 

Prüfert: Mit engagierten Ehrenamtlichen, sowie motivierten und qualifizierten Funktionär/-innen im Betrieb und in den Hochschulen erreichen wir am meisten, um junge Menschen für die Gewerkschaft zu gewinnen.
Hand in Hand, egal welchen Alters haben wir alle dasselbe Ziel: Eine starke Gewerkschaft und damit ein starke Mitbestimmung!

 

Frage: Wenn du drei Wünsche aus Sicht der Jugend an die Kommunalpolitik in Düsseldorf frei hättest, welche wären das? 

Prüfert: Günstiger Wohnraum für Auszubildende durch ein Auszubildendenwohnheim.
Mehr finanzielle Mittel für Jugendverbände.
Eine kommunale Ausbildungsumlage.


Vielen Dank für das Gespräch!  

 

Das Gespräch führte Thomas Ziegler. 

 

Kontaktdaten für Rückfragen: Sabrina.Pruefert@gmx.de

Sabrina Prüfert

Sabrina Prüfert, Vorsitzende des DGB-Stadtjugendausschusses in Düsseldorf Foto: Privat


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