Deutscher Gewerkschaftsbund

30.04.2018

DGB KV Viersen: AN-Empfang der Landesregierung NRW 2018

Am 27.04.2018 hatte der Ministerpräsident des Landes NRW, Armin Laschet, in Fortsetzung der Tradition zum Arbeitnehmerempfang anlässlich des Tages der Arbeit in Oberhausen geladen.

In guter Atmosphäre und vollem Congress Centrum in Oberhausen trafen sich sechs Vorstandsmitglieder des DGB Kreisverbandes Viersen und verfolgten sehr interessiert die Auftritte des NRW-Ministerpräsidenten, Armin Laschet, der Landesvorsitzenden des DGB, Anja Weber und des Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, Karl-Josef Laumann.

Karl-Josef Laumann begann den Abend mit der Darstellung der Sichtweise der Landesregierung, wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam das Land voranbringen können und stellte einige Programme der Landesregierung zur Verbesserung bei Bildung, Ausbildung und Weiterbildung der Arbeitnehmer in NRW, besonders im Fokus auf die Digitalisierung, vor. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften in der Vergangenheit, ohne die der Strukturwandel im Ruhrgebiet unmöglich gewesen wäre.

Besonders Anja Weber brachte in ihrer kämpferischen und mit viel Herzblut vorgetragenen Rede alle wesentlichen Probleme in NRW, insbesondere des Ruhrgebiets, auf den Punkt. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet ist zwar schon ein gutes Stück vorangekommen, aber es ist immer noch so, dass dort landesweit die höchste Arbeitslosenquote und das größte Armutsrisiko herrschen. Sie zeigte auf, dass der DGB und die Mitgliedsgewerkschaften gute Konzepte zur Verbesserung und Lösung der Probleme haben und unbedingt frühzeitig mit eingebunden werden müssen. Sie formulierte die wesentlichen DGB-Forderungen für gute Arbeit 2020, die dringend benötigten Verbesserungen bei Bildung und Ausbildung, Förderung von sozialem Wohnraum und dringend erforderlichen Investitionen in die Infrastruktur. Sie verdeutlichte, dass es immens wichtig ist, allen Einwohnern eine Perspektive zu geben und dass es an der Zeit ist, schnell einen sozialen Arbeitsmarkt zu schaffen, um den Menschen eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen und dem Rechtspopulismus die Grundlage zu entziehen. Sie erhielt für ihre Rede, die vehement die frühzeitige Einbeziehung der Gewerkschaften forderte, immer wieder tosenden Applaus, der die große solidarische Unterstützung im Saal verdeutlichte.

Armin Laschet, der Ministerpräsident des Landes NRW, ging in vielen Punkten auf die Aussagen und Forderungen von Anja Weber ein und versprach, das Gespräch und die Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern, Gewerkschaften und dem DGB zu suchen. Er zeigte auf, dass momentan noch viel zu tun ist, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in NRW sowie die Infrastruktur zu verbessern. Die Landesregierung versucht mit den vorhandenen Möglichkeiten so viele Projekte wie möglich umzusetzen, um den schon seit Jahrzehnten verlaufenden Wandel von einem durch Bergbau und Stahlwirtschaft geprägten Land in ein zukunftssicheres Land weiter voranzutreiben.

Der DGB Kreisverband Viersen wünscht sich von der Landesregierung NRW eine ausgewogenere Sichtweise und die frühzeitige Einbeziehung des DGB, der Arbeitnehmervertreter der einzelnen Unternehmen und der Sozialverbände bei der Problemlösung in NRW. Wir werden auch nicht müde die zu hohe Armutsquote in NRW immer wieder zu benennen, die nicht akzeptierbar ist und dass geeignete Maßnahmen umgesetzt werden müssen. Denn nur in einem Land, in dem die Bevölkerung sich verstanden und mitgenommen fühlt, haben Rechtspopulisten keine Chance. Nur so kann es gemeinsam gelingen, dass das Motto des 1. Mai 2018 „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit“ in NRW tatsächlich gelebt wird.

 

Gruppenbild KV Viersen mit Anja Weber und Ralf Köpke

v.l.n.r. Stefan Fahl, Andreas Kloss, Thomas Högel, Anja Weber, Silvia Högel, Gunter Fischer, Klaus Neufeldt, Ralf Köpke Thomas Ziegler

Thomas Högel, Armin Laschet

Armin Laschet, Thomas Högel Silvia Högel

Ministerpräsident NRW Armin Laschet

Armin Laschet bei seiner Rede Silvia Högel


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